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12.02.2010 GEW: Oberschulen brauchen sofort massive Unterstützung bei der Inklusion

GEW begrüßt ausdrücklich Weg hin zu einer inklusiven Schule...




Im nächsten Schuljahr werden beim Übergang in die 5. Klasse zwei Drittel aller Kinder mit anerkanntem sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache, Verhalten an eine Oberschule wechseln. Alle beteiligten Lehrkräfte stehen somit vor einer erheblichen Veränderung ihrer pädagogischen Arbeit. Die GEW fordert Behörde und Politik auf, die Pädagoginnen und Pädagogen dafür ab sofort massiv zu unterstützen.

Seitenabschnitte:
Oberschulfachtag von GEW und GGG am 19. April 2010
Kontakt:

 Oberschulen_brauchen_Unterstuetzung_zur_Inklusion.pdf
 Langfassung zum
Downloaden

Der nun beschrittene Weg hin zu einer inklusiven Schule wird von der GEW ausdrücklich begrüßt, denn Kinder dürfen nicht aussortiert werden. Schwerpunkt der Entwicklung muss es sein, im Rahmen von Binnendifferenzierung alle Kinder individuell zu fördern. Dafür sind folgende Bedingungen sofort zu erfüllen:

  • Die Klassenfrequenzen für die Inklusionsklassen an den Oberschulen müssen gegenüber der jetzigen Richtgröße 22 abgesenkt werden.
  • Höchstens 4 SchülerInnen mit individuellen Problemlagen dürfen diesen Klassen zugeordnet werden statt wie jetzt geplant 5.
  • Jede Oberschule muss mindestens eine ganze Sonderschulkraft im ersten Übergangsjahr erhalten, um auf Anfangsschwierigkeiten eingehen zu können und ein pädagogisches Konzept erarbeiten.
  • Diese SonderschullehrerInnen müssen umgehend benannt werden, damit sie schon jetzt gemeinsam innerhalb der neuen Jahrgangsteams mitarbeiten.
  • Weiterere pädagogische MitarbeiterInnen sind durch die Bildungssenatorin einzustellen und inhaltliche auf deren Aufgaben im Rahmen der Inklusion vorzubereiten.
  • Schnellstmöglich benötigt werden ausreichende Fortbildungsangebote durch das Landesinstitut für Schule (LIS) mit entsprechenden Freistellungen für die teilnehmenden KollegInnen zu inklusiver Beschulung, Umgang mit Heterogenität, Binnendifferenzierung und Unterrichtung von Schülerinnen und Schüler mit individuellen Problemlagen.

Die Kolleginnen und Kollegen an den Oberschulen sind gewohnt, alle Kinder in ihren Klassen dort abzuholen, wo sie vom Lernstand her sind. Der gute Wille, die bisherige Berufserfahrung und das Engagement der Lehrkräfte allein reichen aber für die Aufgabe der Inklusion nicht aus. Deshalb brauchen sie massive Unterstützung!

Oberschulfachtag von GEW und GGG am 19. April 2010

Bei der Vorbereitung auf die für viele KollegInnen neue Aufgabe ist die GEW nicht nur politisch sondern auch inhaltlich aktiv.

Unsere Fachgruppe Sonderpädagogik hat hier den aktuellen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Für alle Kolleginnen und Kollegen an den neuen und zukünftigen Oberschulen sowie den „alten“ Gesamtschulen veranstaltet die GEW gemeinsam mit der GGG am Montag, 19. April von 9.00 bis 16.00 Uhr im Konsul-Hackfel-Haus einen Oberschulfachtag, bei dem es u.a. auch um die Frage der praktischen Umsetzbarkeit der Inklusion geht. Nähere Informationen dazu stehen in der nächsten BLZ und werden Anfang März an die Schulen geschickt. Der Oberschulfachtag ist als Fortbildung von den Schulleitungen anzuerkennen.

Weitere Infos...

Kontakt:

LandesvorstandssprecherInnen
Elke Baumann
Christian Gloede-Noweck
Bernd Winkelmann

GEW Landesverband Bremen, Löningstr. 35, 28195 Bremen
tele 0421-33764-0, fax 0421-33764-30, email info (at) gew-hb.de

Für inhaltliche Nachfragen steht Ihnen Harry Eisenach zur Verfügung.

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