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14.11.2005 GEW Fordert Aufgabe der existenzbedrohenden Sparpläne in der Weiterbildung

Das Bildungsressort in Bremen plant für den Haushalt 2006/2007 die massive Kürzung bis hin zur Streichung der Fördergelder für die Weiterbildung...
Von den 17 anerkannten Weiterbildungsträgern in Bremen sollen in Zukunft nur noch fünf gefördert werden, vielen Trägern droht die Halbierung der Zuschüsse für die Personalkosten.
U.a. trifft es die Bildungsvereinigung „Arbeit und Leben“ sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven. Nach den Vorstellungen von Bildungssenator Lemke sollen die kommunalen Zuschüsse von 247.470 Euro ab 2007 völlig gestrichen und die Personalkosten halbiert werden. Das bedeutet das Aus für Arbeit und Leben! Arbeit und Leben ist die politische Weiterbildungsinstitution im Lande Bremen und soll jetzt zerstört werden!
Dazu passen die Pläne, die Zuschüsse für Bildungsurlaube um 75% zu kürzen und das Bremer Bildungsurlaubsgesetz erheblich einzuschränken.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, wie wir sie jetzt erleben, ist die politische Bildung der ArbeitnehmerInnen von höchster Bedeutung! Sie ermöglicht, beispielsweise in Bildungsurlaubsseminaren, einen kollektiven Lernprozess, der die demokratische Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Leben gewährleistet.
Mit der Streichung der Fördermittel erteilen die Regierenden Bremens eine politische Absage an die Arbeitnehmerweiterbildung und setzen offensichtlich auch hier auf Privatisierung mit der Folge steigender Kosten für TeilnehmerInnen. D.h. auch in der Erwachsenenbildung Selektion nach arm und reich!.
Doch das ist nicht alles:
Durch die Einsparung bei den Personalkosten werden Kolleginnen und Kollegen erwerbslos gemacht!
Das betrifft mehrere tausend KollegInnen als Festangestellte und Honorarkräfte!
Bremen kann es sich nicht leisten, bei der Weiterbildung zu sparen!


Die GEW fordert den Senat auf, diese Kürzungspläne sofort aufzugeben und durch konstruktive Vorschläge die Weiterbildung für alle Bremer und Bremerinnen möglich zu machen!



Heike Hey, Fachgruppe Weiterbildung
Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher

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