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16.12.2008 Fortbildung

von Jürgen Burger
Alle Berufsgruppen sind heute zunehmend auf Fortbildung angewiesen. Und für Lehrkräfte hat diese Aussage schon immer gegolten. Interessant ist dabei ein Blick in die Geschichte: Bis 1933 wurde die gesamte LehrerInnenfortbildung von den Lehrervereinen (den Vorgängerorganisationen der GEW) selbst organisiert. Ein Mitglied der ersten Bremer Lehrerorganisation (des „Kleinen Lehrervereins“ von 1826) schrieb nach der gescheiterten Revolution von 1848 in das vereinseigene „Cirkularbuch“: „Fortbildung ist doch der eigentliche Zweck unseres Vereins“.
1933 wurde die selbst organisierte Fortbildung durch staatliche Indoktrination ersetzt. Nach dem zweiten Weltkrieg begann dann der Aufbau einer an demokratischen Grundsätzen orientierten staatlichen Lehrerfortbildung. In den Ländern entwickelten sich anerkannte Institute, die im Rahmen der Bildungsreformen ab 1968 kräftig ausgebaut wurden.

Seitenabschnitte:

Heute wird der steigende Fortbildungsbedarf von allen Seiten betont, in der Praxis werden jedoch immer mehr Hürden aufgebaut: Die Kapazitäten der Institute werden reduziert, Freistellungen für Fortbildung gibt es fast gar nicht mehr, immer häufiger werden Teilnehmerbeiträge erhoben.
Unser Themenschwerpunkt behandelt aktuelle Entwicklungen. Der Schulentwicklungsplan, ebenso wie schon vorher die externen Evaluationen, beschreiben umfangreiche Fortbildungsbedarfe. Wir befragten dazu das LIS und haben einige Beispiele für Fortbildungsangebote gesammelt.
Ein ausführlicher Beitrag aus Hessen zeigt auf, welche Folgen der Abbau der staatlichen Lehrerfortbildung durch die Koch-Regierung hat.
Außerdem schildern KollegInnen personalrätliche Teilerfolge wie die neue Fortbildung für Pädagogische MitarbeiterInnen und die erstrittene Entlastung für die Fortbildungen „Darstellendes Spiel“.

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