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16.01.2008 Eine bessere Schule - auch für uns


Eine bessere Schule auch für die Beschäftigten, dafür arbeitet die GEW im Personalrat. Und das nicht immer unter einfachen Bedingungen:




  • die KollegInnen erwarten berechtigterweise deutliche Verbesserungen ihrer Arbeitssituation,
  • die Behörde sucht nach immer neuen Möglichkeiten für „Effizienzgewinne“ (sprich Kürzungen) und Verschiebung zusätzlicher Aufgaben in die Schulen,
  • die Politik erregt sich über schlechte Ergebnisse des (von ihr selbst zu verantwortenden) Bildungssystems,
  • die Gesellschaft fordert Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche sowie die Weiterentwicklung der Schulen,
  • die Schule wird immer mehr in die Rolle des Reparaturbetriebes für familiär, sozial und wirtschaftlich verursachte Probleme gedrängt,
  • die Belastungen der Beschäftigten in den Schulen steigen ständig,
  • das Realeinkommen der KollegInnen ist deutlich gesunken,
  • und die Möglichkeiten des Personalrats sind rechtlich eingeschränkt.

Seitenabschnitte:
Ein starker gewerkschaftlicher Personalrat notwendig!
Das wollen wir ändern!
Die GEW fordert daher:



 Eine_bessere_Schule.pdf
 Vollständiger Artikel
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Ein starker gewerkschaftlicher Personalrat notwendig!

Wir haben viele KollegInnen beraten und betreut, Kollegien und Personalausschüsse informiert und unterstützt und so manche geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen an Schulen verhindert. Und wir haben sogar eine neue Altersteilzeit mit Altersermäßigung für Beamte erreicht (nicht die, die wir wollten, aber immerhin).
Aber: „Eine bessere Schule – auch für uns!“ bekommen wir nicht geschenkt, dafür müssen wir kämpfen. Einiges haben wir erreicht, aber offene Konflikte gibt es noch mehr als genug:

  • nach Initiativantrag und hunderten von Überlastungsanzeigen gibt es immer noch keinen Überlastungsausgleich für Lehrkräfte, wie z.B. die KlassenlehrerInnen-/TutorInnenstunde,
  • pädagogische MitarbeiterInnen in Betreuung und Ganztagsschule erhalten immer noch nicht genug Zeit für Kooperation und Vorbereitung, aber dafür 5% Gehaltsabzug,
  • LehrerInnen unter 50 Jahren müssen unbezahlt mehr Unterricht erteilen,
  • bei privaten Trägern (wie der Stadtteilschule) beschäftigte KollegInnen werden immer noch oft mit befristeten, geringfügigen, schlechter bezahlten Arbeitsverträgen abgespeist,
  • angestellten Lehrkräften wurde jetzt die erstrittene Zulage gestrichen,
  • den ReferendarInnen wurde der bedarfsdeckende Unterricht um zwei Stunden erhöht,
  • Verwaltungs- und Reinigungskräfte müssen in der gleichen Zeit mehr arbeiten als früher,
  • teilzeitbeschäftigte PädagogInnen müssen unbezahlt mehr Arbeit leisten,
  • Bürokratie, überflüssige Dokumentationen und Präsenzzeiten, ungezählte Evaluationen und Auswertungen sowie immer mehr zusätzliche Aufgaben fressen zunehmend unsere Zeit für Unterricht und Betreuung.

Das wollen wir ändern!

Dafür brauchen wir eine starke Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen. Denn auch die neue Bildungssenatorin wird uns nichts schenken. Es werden zwar hohe (aber nicht unumstrittene) Ziele verkündet wie:

Eine Schule für alle

Eigenverantwortliche Schule

Ganztagsschule

aber:
Für Bildung will auch der neue Senat nicht mehr Geld ausgeben.

Die GEW im Personalrat Schulen setzt sich dafür ein, dass
die LehrerInnen und LehrmeisterInnen,
die SozialpädagogInnen und ErzieherInnen,
die pädagogischen MitarbeiterInnen und Assistenzen,
die ReferendarInnen und PraktikantInnen,
die Verwaltungs- und Reinigungskräfte und
die Beschäftigten bei anderen Trägern und 1-Euro-Kräfte

nicht auf der Strecke bleiben.

Die Beschäftigten und ihre Gremien Gesamtkonferenz, Beirat, Personalausschuss und Personalrat müssen bei Veränderungen in den Schulen beteiligt werden. Eine bessere Schule ist nicht „top down“ und mit Bevormundung zu erreichen – und schon gar nicht auf unsere Kosten!

Die GEW fordert daher:

  • KlassenlehrerInnen- und TutorInnenstunden,
  • mehr Kooperations- und Vorbereitungszeiten für pädagogische MitarbeiterInnen,
  • die Senkung des bedarfsdeckenden Unterrichts,
  • weniger Mehrarbeit,
  • bessere Arbeitsbedingungen,
  • gerechte Bezahlung,
  • gesunde Arbeitsplätze,
  • bessere Arbeitsverträge und
  • mehr Demokratie in der Schule.

Eine bessere Schule – auch für uns!
Dafür brauchen wir eine starke GEW in einem starken Personalrat – jede einzelne Stimme zählt! Denn gute Arbeitsbedingungen gibt es nicht umsonst.
Damit Beratung, Betreuung und Schutz der einzelnen Beschäftigten in Problemsituationen sowie Information und Unterstützung von Personalausschüssen und Kollegien – nicht nur bei Konflikten – auch weiterhin gesichert sind.

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