| Fachtag der GEW Bremen zur Schulentwicklung | 
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| Bericht vom GEW-Fachtag zur Schulentwicklung "Eine Schule für alle"
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| | 05.05.2008 GEW-Fachtag für „Eine Schule für alle“
Über 100 PädagogInnen aus allen Schularten und Schulstufen diskutierten auf dem GEW-Fachtag die künftige Schulentwicklung in Bremen.
Das Einstiegsreferat hielt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann (Universität und Laborschule Bielefeld). Er sprach über erziehungswissenschaftliche Aspekte zu den Schulstrukturen in der Sekundarstufe. Darin machte er deutlich, dass in Deutschland das Problem niedriger Schülerleistungen im Wesentlichen nach der Grundschule vorkommt. Ursache dafür ist wesentlich die Schulstruktur mit kleinen Restschulzweigen.
Regionale Arbeitsgruppen des Fachtages beschäftigten sich mit der konkreten Schulentwicklung in Bremen, dem von der Bildungssenatorin angekündigten 2-Säulen-Modell und möglichen Alternativen aus Sicht der unmittelbar betroffenen Pädagoginnen und Pädagogen. Dazu lag ein 11-Punkte-Papier der GEW-Arbeitsgruppe zur Schulentwicklung vor. Die GEW fordert die schrittweise Integration der Sekundarstufe 1 mit einem mittleren Bildungsabschluss für alle. Hierfür sind zusätzliche Lehrerstunden für kleinere Klassenfrequenzen, Fördermaßnahmen und die Umgestaltung der Schulen notwendig.
Zum Abschluss des Fachtages um 15:00 Uhr diskutierte die Bildungssenatorin mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Fachtages darüber, wohin sich die Schulen in Bremen entwickeln sollen. Sie machte deutlich, dass sie für ein längeres gemeinsames Lernen der Kinder eintritt. Das von ihr vorgelegte 2-Säulen-Modell wäre ein Schritt in diese Richtung, da beide Bildungswege gleichwertig seien und das Abitur ermöglichten. Schulen, die sich integrieren, bekommen Unterstützung. Bei viel geäußerter Skepsis zum 2-Säulen-Modell wurde die Zusage der auch materiellen Unterstützung von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausdrücklich begrüßt.
Harry Eisenach, GEW Landesverband Bremen
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