| von Jürgen Burger | |
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| Anlässlich der Koalitionsverhandlungen hat der Bremer DGB vor einer voreiligen Entwarnung für den Ausbildungsmarkt gewarnt. Trotz guter Konjunkturlage ist das Ausbildungsangebot im Mai niedriger gewesen, als im letzten Jahr. Über 5000 Jugendliche befinden sich in Bremen und Bremerhaven in schulischen oder Arbeitsamts-Maßnahmen.
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| Der bundesweite Rückgang
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| Nach Angaben des statistischen Bundesamtes wurden im letzten Jahr in Deutschland 581581 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Das waren 22520 mehr als 2005 (+ 4%). Ein Erfolg der neuen Bundesregierung? Paul Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe weist darauf hin, dass im Jahre 1999, im ersten Jahr nach dem damaligen Regierungswechsel, 635559 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Es wurden also im letzten Jahr 53978 (8,5%) weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen, als sieben Jahre zuvor. Die Zahl der AbsolventInnen der allgemeinbildenden Schulen ist dagegen angestiegen – von 933200 (1999) auf 963100 (2005).
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| Bremen im Ländervergleich
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| In nur zwei Ländern – Hamburg und Schleswig-Holstein – wurden 2006 mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als 1999. Niedersachsen ist das Schlusslicht unter den westlichen Bundesländern: die Zahl der abgeschlossenen Verträge sank seitdem um 10,6%! Das Land Bremen rangiert in dieser Tabelle noch relativ weit vorn mit einem Rückgang von „nur“ 1,5% seit 1999 (von 5842 auf 5754). Dieser Wert lässt allerdings keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Chancen von Bremer Schulabsolventen zu, eine Lehrstelle zu erhalten. Erstens ist zu berücksichtigen, dass unter den Jugendlichen, die in Bremen einen Ausbildungsvertrag abschließen, relativ viele auswärtige Schulabsolventen sind, insbesondere aus Niedersachsen. (Auf Nachfrage von Paul Schröder sahen sich das BMBF, das BIB und das statistische Bundesamt nicht in der Lage, hierzu Angaben zu machen). Zweitens ist zu berücksichtigen, dass die Zahl der Absolventen der allgemeinbildenden Schulen auch im Lande Bremen seit 1999 angestiegen ist (von 7022 auf 7968 im Jahre 2005). Einen Hinweis, dass die Zahl der Jugendlichen ohne Lehrstelle in Bremen angestiegen ist, gibt auch das Verhältnis von Teilzeit- und VollzeitschülerInnen in den Berufsschulen. In der Stadtgemeinde Bremen hat es sich seit 1999 folgendermaßen entwickelt:
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| Tabelle
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| Teilzeit- und VollzeitschülerInnen in den öffentlichen Berufsschulen der Stadtgemeinde Bremen
Schuljahr
| Teilzeit
| Vollzeit
| 1999/2000
| 13518
| 5525
| 2000/2001
| 13646
| 5283
| 2001/2002
| 13868
| 5261
| 2002/2003
| 13579
| 5478
| 2003/2004
| 13085
| 5476
| 2004/2005
| 13433
| 6133
| 2005/2006
| 13488
| 6247
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| Während die Zahl der TeilzeitschülerInnen fast identisch geblieben ist, stieg die Zahl der VollzeitschülerInnen um über 700.
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| Fazit
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| Ohne eine erhebliche Steigerung bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen wird sich die Situation nicht entspannen.
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