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03.11.2009 Die Globale Krise – Ursachen, Verlaufsform und Gegenperspektiven

Bremer Aktionsbündnis
„Wir zahlen nicht für Eure Krise“
Veranstaltung mit Karl Heinz Roth


Veranstaltungsdatum: Dienstag, den 03.11.2009 - 19:30 Uhr

Veranstaltungsort: Bürgerhaus Weserterassen


Der erste Jahrestag des Zusammenbruchs von Lehman-Brothers ist vorbei, die Krise geht weiter, das Gerede über den Kapitalismus geht weiter, sein staatliches Management auch. Das immerhin hat sich wacker gehalten, bis jetzt jedenfalls und wahrscheinlich auch in nächster Zeit. Die Proteste gegen die Krise fielen mäßig aus, auch das geht wahrscheinlich weiter so, in nächster Zeit jedenfalls. Alles schon gelaufen? Oder nur noch nicht richtig los gegangen? Warten auf Godot?


Seit der Krise ist nichts mehr wie früher. Sagt Karl Heinz Roth, Arzt, Historiker, ehemaliger politischer Gefangener, langjähriger sozialrevolutionärer Aktivist. Denn die Krise ist nicht nur von einer Finanz- zur Krise des gesamten Weltmarkts geworden, hat nicht nur enorme Kapitalvermögen, nicht nur viele Einkommen vernichtet und die Zahl der Erwerbslosen und Armen sprunghaft steigen lassen. Sie ist, sagt Karl Heinz Roth, eine kapitalistische Systemkrise.
Gleichzeitig wachsen weltweit vielfältige Sozialbewegungen in Gegnerschaft zum herrschenden Katastrophensystem heran. Sie sind zunehmend zu globaler Vernetzung imstande und können (werden ?) sich zur Bedrohung für das kapitalistische System und seine tragenden Schichten entwickeln.

Neben der Analyse der Krise widmet sich Karl Heinz Roth den Umrissen einer konkreten Utopie. Nach einer Abwägung der negativen Hypotheken und der positiven Erbschaften der vergangenen Emanzipationsbewegungen der Arbeiterinnen und Arbeiter und der mit ihnen verbündeten revolutionären Intelligenzschichten fokussiert Karl Heinz Roth den Blick auf einige konzeptionelle und praktisch-politische Handlungsfelder, aus denen ein neuer Kompass zur globalen Durchsetzung von sozialer Selbstbestimmung entstehen könnte. Es geht also um nichts weniger als die Umrisse einer alternativen Krisenüberwindung, die in einen globalen Transformationsprozess einmünden könnte.

Sein Projekt „Globale Krise – Globale Proletarisierung – Gegenperspektiven“ untersucht die Krisendynamik, sucht in den Verarmungs- und Ausschlussprozessen das „Multiversum der Weltarbeiterklasse“ und in beidem den Beginn eines erneuerten revolutionären Projekts. Zur Buchmesse ist jetzt der erste Band erschienen: Die globale Krise.

Weil uns das interessiert – die Dynamik der Krise, Verlaufsform und Gegenkräfte , die sich der Abwälzung der Krisenfolgen auf die besitzlosen Menschen entgegen stellen – laden wir zur Diskussion mit Karl Heinz Roth ein.




Weitere Infos:

http://www.kapitalismuskrise.org/bremen/

http://www.wildcat-www.de/aktuell/a075_roth_interview.htm

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