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| 16.11.2007 Der „Bildungsmonitor“Ranking durch die Arbeitgeberverbände | ||||||
| von Jürgen Burger | ||||||||||||||||||||
| Seit drei Jahren erscheinen in den Tageszeitungen am Ende der Sommerferien die Ergebnisse eines Länder-Rankings, das von der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ unter dem Titel „Bildungsmonitor“ herausgegeben wird. 2006 erschien der „Weser-Kurier“ am 24.8. mit dem Aufmacher „Erster und letzter Platz. – Schlechte Schulen, gute Hochschulen“. 2007 beurteilte die „Financial Times Deutschland“ am 26.8. das Bremer Bildungssystem unter dem Titel „Oben hui, unten pfui“. Quelle war wiederum der Bildungsmonitor. Dort heißt es: „Bremen verbessert sich zwischen 2004 und 2007 um 12,3 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 6 ... Bremen zeigt, verglichen mit dem Durchschnitts-Ergebnis im Bildungsmonitor 2004, ein ambivalentes Bild. Das Bildungssystem der Hansestadt überzeugt mit dem höchsten Internationalisierungsgrad aller Bundesländer, zudem bilden die Hochschulen relativ betrachtet am stärksten den akademischen Nachwuchs aus, bei der beruflichen Bildung und der Zeiteffizienz werden zweite Plätze erreicht, auch die Förderinfrastruktur ist relativ weit entwickelt. Auf der anderen Seite hat Bremen erhebliche Schwächen: die in den PISA- und IGLU-Tests gemessene Schulqualität ist die niedrigste, das Ausmaß an Bildungsarmut ist das höchste, die Priorisierung von Bildungsausgaben, gemessen an den öffentlichen Gesamtausgaben, ist gering und die Bildungschancen sind eher ungleich verteilt.“ |
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| Sinn des Bildungsmonitors | ||||||||||||||||||||
| Auf ihrer Website beschreibt die INSM den Sinn des Bildungsmonitors folgendermaßen: Der Bildungsmonitor bewertet, wie erfolgreich jedes Bundesland sein Bildungssystem so ausgestaltet, dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Bildung auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Investition in die Zukunft ist. Aus Bildungsprozessen entsteht Humankapital. ... Der Monitor misst, welcher bildungspolitische Handlungsbedarf in den 16 Bundesländern besteht. Die Ergebnisse in den Handlungsfeldern haben einen erheblichen Einfluss auf die Wachstumstreiber Humankapitalausstattung, Erwerbstätigkeit, Abgabenlast und Investitionsquote. | ||||||||||||||||||||
| Bildung durch Wettbewerb verbessern: | ||||||||||||||||||||
| Die zu Grunde gelegte Formel ist einfach: Mehr Wettbewerb in der Bildung schafft mehr Qualität. Mehr Qualität schafft besser ausgebildete Fachkräfte, die zu mehr Wachstum in Deutschland beitragen können. Jedes Land wird zunehmend einem internationalen Bildungswettbewerb ausgesetzt, und das hat positive Auswirkungen auf die Qualität der Ausbildung. ... | ||||||||||||||||||||
| Die INSM über sich selbst: | ||||||||||||||||||||
| Über sich selbst schreibt die INSM auf ihrer Website: „Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Die INSM verfügt über einen Jahresetat von rund 8,8 Mio. Euro jährlich. Wissenschaftlich begleitet wird die INSM vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens arbeiten ehrenamtlich in dieser Reformkampagne für mehr Wachstum und neue Arbeitsplätze in Deutschland mit. Der frühere Bundesbankpräsident Professor Hans Tietmeyer ist Vorsitzender dieses Netzwerks. Darüber hinaus engagieren sich viele Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Sport als Botschafter für die Initiative und auch im gemeinnützigen Förderverein Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e. V. Die INSM arbeitet für marktwirtschaftliche Reformen. Dafür wirbt sie seit dem Jahr 2000 durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, die Veröffentlichung wissenschaftlicher Studien, durch Kongresse, Pressekonferenzen etc. In einem intensiven Dialog über den Reformstau sollen Reform-Mehrheiten gewonnen werden. Wir glauben, dass der Weg in die Zukunft sich an drei Idealen orientiert: Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb. Beispiele anderer Länder lassen erwarten, dass eine konsequent marktwirtschaftliche Erneuerung in Deutschland einer großen Mehrheit von Menschen nützen wird. Marktwirtschaftliche Reformen bringen neue wirtschaftliche Dynamik, mehr Beschäftigung und neuen Wohlstand - zwar nicht über Nacht, aber mittelfristig.“ | ||||||||||||||||||||
| „Lautsprecher des Kapitals“ | ||||||||||||||||||||
| „Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft streitet für die Freiheit der Unternehmen. Sie ist so erfolgreich, dass selbst ihre Gegner sie schon nachahmen“, schrieb Götz Hamann In der „Zeit“ (19/2005). „Die Initiative arbeitet im Innersten der deutschen Medienrepublik, dort, wo die Nachrichten des nächsten Tages entstehen, dort, wo die veröffentlichte Meinung gemacht wird. Sie setzt alles daran, Stimmungen zu verstärken oder zu drehen und medialen Druck zu erzeugen. Wer die Arbeit der Initiative kennt, versteht den fortschreitenden Wandel in der öffentlichen, politischen Kultur, denn ihre Macher glauben fest daran: Wer am Ende die Herrschaft in einer Debatte erringt, dem winkt der höchste Preis – eine Politik nach seinem Gusto. ... Mit bis zu 40 festen und freien Mitarbeitern ist die Initiative ‚die erfolgreichste Lobby, die die Wirtschaftsliberalen in Deutschland je hatten’, sagt der Politikprofessor Manfred Schmidt, der an der Heidelberger Universität über Demokratietheorie und Sozialpolitik forscht.“ | ||||||||||||||||||||