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Aktuelles Aktuelle Infos Infoarchiv 2007 13.06.2007 Das Geheimnis der fünften Kolonne | ||||||
| 13.06.2007 Das Geheimnis der fünften Kolonne | ||||||
| 75. Jahrestag der Machtübertragung an die Hitlerfaschisten | ||||||||||
| Conrad Taler, Journalist in Bremen, spricht über Das Geheimnis der fünften Kollonne oder: Über die Kausalität von Krieg und Vertreibung Gewerkschaftshaus, Bremen, Bahnhofsplatz 22-28 |
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| Mit dem Bundestagsbeschluss zum geplanten Zentrum gegen Vertreibungen und der Ausstrahlung des 2-teiligen Fernsehfilms „Die Flucht“ in der ARD zur besten Sendezeit können die maßgeblichen Kreise der Vertriebenenorganisationen von einem erfolgreichen Jahr 2007 sprechen. Sie sind damit ein ganzes Stück weitergekommen in ihrem Bemühen, Deutschland von der Täterrolle in die Opferrolle zu bringen. Die Ursachen der Vertreibungen in Folge des 2. Weltkriegs sollen so bald wie möglich in Vergessenheit geraten. Conrad Taler wird die Verursacher beim Namen nennen, deren Nachkriegskarrieren aufzeigen und die Vergesslichkeit der Vertriebenenorganisationen am Beispiel der udetendeutschen Bewegung kritisieren. Aber möglicherweise ist es gar keine Vergesslichkeit, sondern es geht um das Treiben alter und neuer Nazis in dieser Bewegung? Der Blick zurück an diesem Abend wird bis ins Jahr 1938 gehen, wo das faschistisch regierte Deutsche Reich nach der Einverleibung des Saarlands (1935), des Rheinlands (1936) und Österreichs (März 1938) sein Staatsgebiet nun auch in Richtung Osten vergrößern konnte: Ende September 1938 wurde das Münchner Abkommen geschlossen und eutschland bekam auf scheinbar riedlichem Wege mit dem Sudetenland einen Teil des Staatsgebiets der Tschechoslowakischen Republik. Ein knappes Jahr später begann es mit dem Überfall Polens den 2. Weltkrieg. Bei dieser Geschichte werden auch Namen wie Konrad Henlein und seine Sudetendeutsche Partei eine Rolle spielen und es wird dabei versucht, das Geheimnis der Fünften Kolonne zu lüften. Es laden ein: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) DGB-Jugend Bremen Bremer Friedensforum V.i.
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| Der Journalist: | ||||||||||
| Conrad Taler, Pseudonym für Kurt Nelhiebel, geboren 1927 im Bezirk Reichenberg (Liberec/?SR), wuchs in einer antifaschistischen Familie auf. Dennoch wurde er mit vielen anderen nach 1945 aus Böhmen in die spätere Bundesrepublik Deutschland ausgesiedelt. Anfang der 1960er Jahre war Nelhiebel Korrespondent der Gemeinde, der monatlichen Zeitschrift der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Für diese berichtete er ab 1963 in 21 Reportagen vom ersten Auschwitzprozess in Frankfurt am Main. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete Nelhiebel als Nachrichtenredakteur bei Radio Bremen. Conrad Taler schrieb folgende Bücher: Rechts wo die Mitte ist. Der neue Nationalismus in der Bundesrepublik. S. Fischer Verlag, 1972 Das Vorspiel. Die Sudetenkrise und der Zweite Weltkrieg. Donat Verlag, 1998 Die Verharmloser. Über den Umgang mit dem Rechtsradikalismus. Donat Verlag, 1999 Zweierlei Maß. Oder: Juristen sind zu allem fähig. PapyRossa-Verlag, 2002 Asche auf vereisten Wegen. Eine Chronik des Grauens – Berichte vom Auschwitz- Prozess. PapyRossa-Verlag, 2003 Der braune Faden. Die verdrängte Geschichte der Bundesrepublik. PapyRossa- Verlag, 2005 Verstaubte Kulisse Heimat. Über die Kausalität von Krieg und Vertreibung. PapyRossa-Verlag, 2007 Eva Hahn und Hans Hennig Hahn, Historiker an der Universität Oldenburg, über Talers Veröffentlichungen: Conrad Talers Texte weisen alle Züge des geistigen Erbes der deutschen Antifaschisten im Sinne von Erika und Klaus Mann auf, das heißt all jener, „die sich einig sind in ihrer unbedingten, leidenschaftlichen Ablehnung des Naziungeistes“ (aus dem Vorwort zu Verstaubte Kulisse Heimat). | ||||||||||