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16.12.2007 Checkliste des Personalrats Schulen

Das Projekt „Eigenverantwortliche Schule“ beinhaltet die Verschiebung von Verwaltungsarbeiten insbesondere im Bereich Personalverwaltung und Haushaltsführung, die bisher von der Behörde geleistet wurden, an die Schulen.

  • Welche zusätzlichen Ressourcen erhält die Schule für welche Arbeiten?
  • Welche zusätzlichen Belastungen für Verwaltungskräfte sowie für unterrichtendes und nichtunterrichtendes Personal ergeben sich aus der Verschiebung von Verwaltungsarbeiten?

Seitenabschnitte:

 Checkliste_zum_Projekt.pdf
 Checkliste
zum Downloaden

Das Projekt beinhaltet über die Zuweisung eines festen Budgets die Verschiebung von Ressourcen- Mangel und Kürzungs-„Notwendigkeiten“ von der eigentlich dafür verantwortlichen Bildungsbehörde an die Schulen. Auf welcher Grundlage werden die Budgets bestimmt?

  • Sind die realen Personalkosten für qualifizierte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Grunde gelegt?
  • Ist die Möglichkeit der Budgetaufstockung wegen steigender Kosten für mehr Schüler, zusätzliche Aufgaben, mehr Personal u.a. mehr vorgesehen?

Das beinhaltet eine Verstärkung der Machtposition der Schulleitung gegenüber der KollegInnen in Fragen von Beurteilung, Mehrarbeit, Bezahlung, Leistungsanforderungen, Personaleinsatz, Personalauswahl, Disziplinarmaßnahmen.

  • Welche zusätzlichen Rechte hat die Gesamtkonferenz und der Beirat des nichtunterrichtenden Personals, um die Rechte des Kollegiums gegenüber der Schulleitung zu wahren?
  • Welche zusätzlichen Rechte hat der Personalausschuss?
  • Welche demokratischen Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten haben Gesamtkonferenz und Beirat des nichtunterrichtenden Personals, um die „Eigenverantwortliche Schule“ im Sinne des Kollegiums mitzugestalten?

Das Projekt beinhaltet die Verschiebung von Verantwortung für Ergebnisse, die durch die Rahmenvorgaben der Behörde bedingt sind, an Schulen und KollegInnen.

  • Wie wird sichergestellt, dass die KollegInnen und Schulen nicht für negative Bildungsergebnisse verantwortlich gemacht werden, die auch durch personelle, finanzielle und strukturelle Vorgaben der Bildungsbehörde mit verursacht werden?
  • Hat die Schulleitung alle Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit der Behörde öffentlich gemacht?

Das Projekt beinhaltet die wahrscheinliche Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse (befristet, Teilzeit, geringere Bezahlung) mit möglicherweise geringer qualifizierten Beschäftigten über Honorarverträge, Beschäftigungsträger und Personal-Outsourcing. Dies hätte auch eine stärkere Belastung des übrigen Personals sowie eine höhere Fluktuation und Verringerung der Arbeitsqualität zur Folge.

  • Wie wird sichergestellt, dass alle Beschäftigte (auch zukünftig) unter vernünftigen Arbeits- und Vergütungsbedingungen im Öffentlichen Dienst arbeiten können?
  • Wie wird sichergestellt, dass kein Personal mmit geringerer Qualifikation als bisher üblich eingesetzt wird?
  • Wie wird sichergestellt, dass keine Personalkosten zugunsten anderer Bereiche gekürzt werden?

Das Projekt beinhaltet die Möglichkeit, dass Vergütungs- und Leistungszulagen verfügt werden können.

  • Gibt es zusätzliche Ressourcen für Vergütungs- und Leistungszulagen für die Schule oder muss die Schule die Mittel dafür erst an anderer Stelle einsparen/kürzen?
  • Welche Kriterien sollen für die Vergabe von Vergütungs- und Leistungszulagen gelten und wie werden sie festgelegt und überwacht?

Das Projekt birgt die Gefahr der Aushöhlung der Rechte und Möglichkeiten von Personalrat, Frauenbeauftragter und Schwerbehindertenvertretung zum Schutz der Beschäftigten.

  • Wie wird sichergestellt, dass die gesetzlichen Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der Personalvertretungen mit vertretbarem Aufwand gewahrt bleiben?

Für Fragen und Beratung steht der Personalrat Schulen gerne zur Verfügung.

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