| Bei den Wahlen zum geschäftsführenden Landesvorstand hat der Bremische Gewerkschaftstag während seiner Tagung am 29. September 2005 eine neue Landesspitze gewählt. | 
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| In seinem Amt bestätigt wurde der 50-jährige Bremerhavener Lehrer Bernd Winkelmann mit 100% der abgegebenen Stimmen. Neu gewählt wurde der 44-jährige Behindertenpädagoge Christian Gloede-Noweck (82,5%), seit einigen Jahren Mitglied der Stadtverbandsgeschäftsführung Bremen. Beide fungieren in den kommenden zwei Jahren als Landesvorstandssprecher. Als Landesschatzmeister der Bildungsgewerkschaft bestätigten die Delegierten Harry Eisenach mit 97% der Stimmen.
Am Vortag wurde der langjährige Landesvorstandssprecher Jürgen Burger mit großem Dank vom Gewerkschaftstag verabschiedet. Burger stand nach achtjähriger Tätigkeit in dieser Funktion nicht erneut zur Wahl.
In einer ersten Einschätzung der Ergebnisse betonten Gloede-Noweck und Winkelmann übereinstimmend die dringende Notwendigkeit weiterer Investitionen in den Bildungs-, Erziehungs- und Wissenschaftsbereich. Um den Anschluss an die international erfolgreichen Länder nicht völlig zu verlieren, bedarf es einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen der in diesen Bereichen Tätigen mit der Konsequenz einer deutlich erhöhten Einstellungsquote. Nicht zuletzt wegen des hohen Durchschnittsalters der Kolleginnen und Kollegen in den pädagogischen Einrichtungen muss in den kommenden Jahren jede frei werdende Stelle wiederbesetzt werden. Dabei verwahrt sich die GEW gegen den Einsatz von Arbeitskräften im „Billiglohnbereich“.
Die neuen Landesvorstandssprecher bestehen auf der Abkehr von der aktuellen „Verordnungspolitik“ hin zu einer verstärkten Einbindung der Beschäftigten, Eltern und Jugendlichen in die Entscheidungsvorgänge. In diesem Zusammenhang fordern sie die Überarbeitung des gerade erst novellierten Schulgesetzes. Sie betonen ferner ihre Auffassung von einer „gemeinsamen Bildung für alle“ und werden die bewährte Bündnispolitik gegen jegliche Aussonderungstendenzen fortsetzen.
Zusammenfassend stellt vor diesem Hintergrund das „Vermächtnis“ von Bürgermeister Scherf ein Affront gegen die Menschen dar, die auf eine qualitativ hochwertige und auf Chancengleichheit angelegte Bildungspolitik angewiesen sind. Jede Nachfolgerin / jeder Nachfolger sei, so die Landesvorstandssprecher, gut beraten, sich dieses Vermächtnis nicht zu eigen zu machen.
Christian Gloede-Noweck, Bernd Winkelmann (Landesvorstandssprecher)

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