| Bei der Planung von Ausbildungsplätzen für Lehrkräfte ist Bremerhaven erneut abgekoppelt...
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| Zweite Chance vertan
In der vergangenen Woche hat die Deputation für Bildung die Ausbildungsplätze für den Vorbereitungsdienst von Lehrkräften für das Jahr 2011 beschlossen. Danach wird in der Stadtgemeinde Bremen die Ausbildungskapazität um gut 22 % auf 440 Plätze erhöht. In Bremerhaven bleiben die Ausbildungsplätze dagegen konstant bei 90 Stellen – trotz eines sich für die nächsten Jahre abzeichnenden großen Bedarfs an neuen Lehrkräften.
Damit wird Bremerhaven erneut abgekoppelt – schon zum 01.08.2010 hatte es ausschließlich in der Stadt Bremen 40 Plätze für eine vorgezogene Einstellung in den Vorbereitungsdienst gegeben.
Zum Hintergrund Die Deputation für Bildung hatte im Januar 2010 beschlossen, die Ausbildungskapazität für Lehramtsanwärter im Lande Bremen von 450 auf 550 Plätze zu erhöhen und vier Einstellungstermine vorzusehen. Gleichzeitig legte die staatliche Deputation fest, dass die zusätzlichen Plätze (80 für Bremen-Stadt, 20 für Bremerhaven) von den Kommunen zu finanzieren seien.
Vor den Sommerferien lehnte der Ausschuss für Schule und Kultur in Bremerhaven diese Finanzierung ab, erkannte aber inhaltlich an, dass eine Erhöhung der Ausbildungsplätze nötig sei.
Position der GEW Die GEW kritisiert in aller Schärfe, dass es in den vergangenen Monaten offensichtlich nicht gelungen ist, zwischen Senat und Magistrat eine tragfähige Lösung zu Gunsten einer Erhöhung der Ausbildungskapazität in Bremerhaven zu verhandeln. Es nützt nichts, wenn die Kontrahenten sich auf ihre Positionen zurückziehen und tatenlos verharren. Durch das Festhalten an den jeweiligen Auffassungen:
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| - Magistrat: Lehrerausbildung ist Landessache, damit muss das Land bezahlen;
- Senat: Deputation hat kommunale Finanzierung beschlossen
kommen keine neuen Lehrkräfte nach Bremerhaven.
Diese werden aber dringend gebraucht. In den nächsten 10 Jahren gehen 2/3 der aktiven Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand. Damit darf keine Chance vertan werden, durch Ausbildung vor Ort neue Kräfte an die Seestadt zu binden.
Die GEW erwartet, dass Stadt und Land zu einer konstruktiven Einigung kommen. Die „Entschuldigung“ in der Deputationsvorlage, der Magistrat Bremerhaven konnte „eine Beteiligung an der Finanzierung nicht darstellen“, ist zu billig und wird dem Ernst der Situation nicht gerecht.
Bernd Winkelmann Landesvorstandssprecher und Vorstandssprecher Bremerhaven
GEW Bremerhaven | Hinrich-Schmalfeld-Str. 31b | 27576 Bremerhaven tele 0471 941 35 40 | fax 0471 941 35 42 | email bremerhaven [at] gew-hb.de | www.gew-hb.de Ansprechpartner: Bernd Winkelmann tele: : 0471-94 13540
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