| Konkrete Missstände an Schulen und Bildungseinrichtungen sollen benannt werden - Antwort an Senatorin Jürgens-Pieper
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| Aktion gegen Missstände an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen
Mit einer neuen Aktion sollen die Probleme konkret benannt werden. Robert Mayen von der Gesamtschülervertretung: „Wir fordern alle Schüler, Studierenden, Lehrer und Eltern auf, dem ZEB (zeb [at] bildung.bremen.de) und GSV (GSV-Bremen [at] web.de) zu schildern, woran es an ihren Schulen und Hochschulen mangelt. Seien es Unterrichts- oder Vertretungsstunden, Kooperationszeiten, nicht besetzte Stellen, zu große Klassen und Kurse, Ausstattung der Räume oder des Gebäudes, Unterrichtsmaterial oder das dringend zu renovierende Schul- oder Turnhallengebäude. Wir wollen das wissen!“
Dabei wird den Einsendern Anonymität zugesichert, lediglich der Name der Schule oder Einrichtung wird für unsere Rückfragen benötigt. „Anhand einer Gesamtaufstellung wollen wir den Verantwortlichen wirkliche Bedarfe der einzelnen Standorte aufzeigen“, so die Vertreter des Bremer Bündnisses für Bildung.
Unterschriften werden bis zum 11. Dezember 2011 weiter gesammelt und am 14.12.11 der Bürgerschaft übergeben
Das Bremer Bündnis für Bildung und seine Unterstützer bleiben aktiv. Sie sammeln bis zum 11. Dezember weiterhin Unterschriften unter der Überschrift „Mehr Geld für gute Schule!“ und werden diese am 14. Dezember der Bürgerschaft übergeben.
Bremer Bündnis für Bildung antwortet Senatorin Jürgens-Pieper
„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ (Johann Wolfgang von Goethe)
Am 15:11.2011 gingen Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam und zahlreich auf die Straße. Die Beteiligten warten weiter vergeblich auf ein Zeichen des Senats, dass ihre Forderungen ernst genommen werden. „Man hat den Eindruck, das Thema soll ausgesessen werden“, so Andrea Spude, Vorstandssprecherin des ZentralElternBeirats Bremen.
Die Senatorin reagierte schon vor Beginn der Protestaktion am 15. November mit einer Presseerklärung. Die Forderungen des Bremer Bündnisses für Bildung seien überzogen, undankbar und nicht der Wahrheit entsprechend, resümiert sie mit einem Goethe-Zitat.
Richtig ist: Eltern, Schüler und Lehrer nehmen die Zustände an den Schulen anders wahr. Gaby Sinter, Vorstandssprecherin ZEB: „Mit Zahlen um sich zu werfen löst die Probleme nicht. Es mag ja vieles in die Schulen geflossen sein, aber demgegenüber sind die Anforderungen deutlich stärker gestiegen.“ Sinter weiter: „Wenn ich zu wenig gekocht habe, werden die Hungrigen auch nicht dadurch satt, dass ich ihnen das Rezept vorhalte.“
Harry Eisenach von der GEW Bremen: „Die Schieflagen sind einfach da und von den in Aussicht gestellten Unterstützungselementen wie Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ), Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP) und Sozialpädagogen sind viele noch gar nicht in den Schulen angekommen. Hinzu kommt, dass die Schulen insgesamt schon mehr als knapp aufgestellt sind und dazu noch weitere 1,2 % Kürzungen pro Jahr erfahren sollen.“
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