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27.10.2011 Beamten-Protest gegen Pensionskürzungen und Ruhestand mit 67

Senat beschließt Pension mit 67 und Pensionskürzungen

Der Senat legt Hand an die Pensionen der Beamtinnen und Beamten im Lande Bremen. Schon ab 1. Januar kommenden Jahres, so hat es der Senat am 11. Oktober 2011 beschlossen, soll die Altersgrenze stufenweise auf 67 Jahre (für Lehrerinnen und Lehrer de facto bis 67,5 Jahre - wegen der Schulhalbjahrsverlängerung) angehoben werden.
Zudem drohen Abschläge:

  • Bei Dienstunfähigkeit maximale Abschläge von 10,8 %,
    gemessen ab 65 Jahren
  • Bei Antragsruhestand (ab 63 Jahren)
    maximale Abschläge von 14,4 %
  • Bei Schwerbehinderung (Antragsruhestand ab 60 Jahren)
    maximale Abschläge von 18 %

Protestmails!

Die E-Mail sollte an

  • an den Präsidenten des Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen,
  • an die Bildungssenatorin
  • an die Finanzsenatorin
  • an die SPD- und Grünen- Fraktionssprecher für Bildung
  • in Kopie an die GEW

gesendet werden.

Die E-Mail-Adressen und der Entwurf dazu, der gerne verändert werden kann, sind als WORD-Datei herunterzuladen:

 Pension_67.doc
 Vorlage als word Datei

 

Der Senatsbeschluss wurde vorbereitet, ohne die Gewerkschaften zu informieren und zu beteiligen. Nun soll er wohl im Hau-Ruck-Verfahren im Schutz der Herbstferien durch die Gremien:
Wenn das Gesetz tatsächlich zum Januar in Kraft treten soll, muss es spätestens am 10. November in die Bürgerschaft eingebracht und Mitte Dezember verabschiedet werden.
Angesichts der hohen Arbeitsbelastung und der oftmals daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme, gerade auch bei Lehrkräften, ist die Verschiebung der Altersgrenze in vielen Fällen nichts weiter als eine kalte Pensionskürzung. Schon heute müssen viele Kolleginnen und Kollegen frühpensioniert werden.
Eine Erhöhung der Altersgrenze ohne eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die gewährleistet, dass die Beschäftigten die höhere Altersgrenze ohne gesundheitliche Probleme oder freiwillige Teilzeit auch erreichen können, ist eine Zumutung.
Die GEW fordert nach wie vor die Rücknahme der Rente mit 67. Wenn es auch die Pension mit 67 geben sollte, gibt es gute Gründe, die Beschäftigten an Schulen und Kitas wegen der besonders belastenden Arbeitsbedingungen davon auszunehmen, sondern Ihnen einen abschlagsfreien Ruhestand ab 65 Jahren zu ermöglichen. Dies wäre auch die logische Konsequenz aus einer Feststellung des Präsidenten des Senats, Bürgermeister Jens Böhrnsen, vor der Personalräteversammlung am 07.10.2011: „Lehrarbeit ist ähnlich belastend wie die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und Justizvollzug!“
Uns bleibt nicht viel Zeit, auf die Pläne des Senats zu reagieren.

Deshalb schickt Protestmails!

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