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Aktuelles Aktuelle Infos Infoarchiv 2006 06.02.2006 Arbeitsplatzabbau in Bremen - Wer z... | ||||||
| 06.02.2006 Arbeitsplatzabbau in Bremen - Wer zahlt die Zeche? | ||||||
| Überall werden Arbeitsplätze abgebaut oder reguläre Arbeitsplätze durch nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse ersetzt. Aufruf zur Demo am 1. März 2006 | ![]() | |||||||||||||
| Die Wirtschaft reagiert auf Gewinne mit Entlassungen. Unilever verlagert Arbeitsplätze von Bremerhaven nach Tschechien, im Handel, auf dem Bau, im Handwerk, bei Banken und im Dienstleistungsbereich und im Öffentlichen Dienst – überall werden Arbeitsplätze abgebaut oder reguläre Arbeitsplätze durch nicht sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse ersetzt. Allein im Öffentlichen Dienst wurden in den letzten zehn Jahren 5700 Stellen abgebaut, 20% aller Arbeitsplätze. Arbeitsplatzabbau betrifft nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, die direkt betroffen sind. Die Angst um den Arbeitsplatz ist ein Druckmittel, um längere Arbeitszeiten und Lohnkürzungen durchzusetzen. Die Kolleginnen und Kollegen bei A&R Carton in Hemelingen und Danapak in Burglesum (Hersteller von Verpackungen) kämpfen für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Sie wehren sich dagegen, dass schlechte Absatzchancen für die Produkte 1:1 an die Belegschaft durchgereicht werden. Unternehmen müssen daran gehindert werden, bei einem Minus im Umsatz gleich die Belegschaft vor die Tür zu setzen! 6000 Arbeitsplätze sind im letzten Jahr im Land Bremen abgebaut worden. Und weiterer Abbau steht bevor: 2700 bei Daimler-Chrysler, fast 2000 bei den Bremer Krankenhäusern, über 200 bei Kraft Foods, 110 bei A&R Carton, 75 bei Danapak… ![]() Die Umverteilung geht weiter Die „Arbeitnehmerentgelte“ sollen 2006 zulegen. Um 0,2 Prozent! Nachdem sie 2005 um ein halbes Prozent gesunken sind. So der Jahreswirtschaftsbericht 2006. Zwei Milliarden Euro mehr würden alle Beschäftigten erhalten. Klingt viel, sind aber nur die berühmten Brosamen. In Kaufkraft gerechnet wären diese zwei Zehntel nämlich ein Verlust. Mehr als zwei Prozent weniger! 2006 soll richtig gut laufen. Das Volkseinkommen wird nach der Prognose um 42 Milliarden Euro wachsen. Fast alles – nämlich 40 Milliarden Euro – fließt jedoch den Reichen und Vermögenden zu. ![]() ViSdP: DGB Bremen |
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