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16.02.2009 AGIL fordert Interkulturelle Ausrichtung der Bildung

von S. Jafer Akhzarati , (AGIL-Sprecher)
Die AG interkulturelles Lernen setzt sich für interkulturelle Öffnung der Schulen ein. Sie hat ihre Anliegen und Forderungen der Senatorin und den Mitgliedern des Schulentwicklungsausschusses vorgetragen (schriftlich). Erfreulicher Weise sind einige dieser Forderung in der „Empfehlung zur Schulentwicklung“ (Oktober 2008) berücksichtigt.

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Für den Bildungserfolg der SchülerInnen mit Migrationshintergrund stellt die interkulturelle Ausrichtung der Schule im Sinne einer „Pädagogik, die Lernprozesse in der Schule anregen will, welche zu einem besseren Verständnis und zur gleichwertigen Betrachtung der eigenen und fremden Kultur beitragen“ ( Gogolin & Müller- Potratz, zitert in: Migration als Herausförderung. 2007 Deutsche UNISCO-Kommision e. V.)eine entscheidende Voraussetzung dar. Im Hinblick auf die PISA-Studie, in der diese Schülergruppe nach wie vor (zum 3. Mal) ca. 2 Jahre im Vergleich zu ihren einheimischen MitschülerInnen Leistungsrückschritte aufweist, wird dies von Bildungsforschern als eines der größten Probleme des gesamten Bildungssystem bezeichnet und seit Jahren seine Lösung gefordert. Das Problem, das vor allem in Stadtstaaten und insbesondere in Bremen wegen des hohen Anteils an Migranten sehr auffällig ist – wie aktuell der Ländervergleich zeigt, darf nicht klein geredet werden.
Dass die interkulturelle Ausrichtung die Schule zum „Weltmeister der Integration“ machen kann, beweist Kanada, das am effektivsten die schulische Integration der Migrantenkinder vorantreibt.
Deutschland ist wegen langjähriger und schwerer Versäumnisse in der Einwanderintegration Lichtjahre von Kanada entfernt. Dennoch kann Bremen seine Position als PISA-Tabellenletzter und als drittletzter im Integrationsranking verbessern, wenn sich der Bildungserfolg der SchülerInnen mit Migrationshintergrund verbessert.
Einige gute Voraussetzungen sind dafür in Bremen gegeben:

  • Engagierte Migrantenorganisationen und –communities,
  • qualifizierte WissenschaftlerInnen der Uni,
  • offene und liberale Bevölkerung,
  • einige nachhaltige und entwicklungsfähige Projekte (wie FARQ).

AGIL, in der Sprache der GEW „LAMA“ (Landesarbeitsgruppe für mulitkulturelle Angelegenheit), unterstützt alle Vorhaben und Maßnahmen, die zur Verbesserung der interkulturellen Kommunikation und des Zusammenlebens führen.
Auf monatlichen Treffen der AGIL werden aktuelle bildungspolitische Themen aufgegriffen und mit LehrerkollegInnen diskutiert. Dazu sind alle interessierte KollegInnen – auch nicht GEW-Mitglieder eingeladen.
Zur Information steht Ihnen Frau Schwerin
(E-Mail: schwerin [at] gew-hb.de , Tel. 0421-3376435)
zur Verfügung.

Die AG trifft sich an jedem 3. Montag im Monat um 18:00 Uhr in der GEW- Geschäftstelle.

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