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11+12/05 - Lehrerausbildung verschlechtert

Seitenabschnitte:
Übersicht
Frohes Fest und guten Rutsch
Lehrerausbildung deutlich verschlechtert
Bundesregierung kürzt Realeinkommen
Schon mal vormerken:

Frohes Fest und guten Rutsch

Der Stadtverbandsvorstand der GEW Bremerhaven wünscht allen Kolleginnen und Kollegen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Jahr 2006

Diese Wünsche schicken wir an euch mit allem Nachdruck und aus vollster Überzeugung. Dennoch weisen wir mit diesem Info auf einige Entwicklungen hin, die im kommenden Jahr auf uns zukommen sollen.

Lehrerausbildung deutlich verschlechtert

Am 1. November 2005 hat ein neues Semester die Referendarsausbildung begonnen. Für diese Kolleginnen und Kollegen wurden die schlechteren Bedingungen der Ausbildung wirksam:

  • Sie erteilen 10 statt 8 Stunden bedarfdeckenden Unterricht, damit sie, so der Zynismus des Senators für Bildung ihre intensivere Ausbildung durch die Mentoren der Schule „finanzieren“ können.
  • Dies sollte nach den Planungen der Behörde geschehen durch gezielt qualifizierte Kolleginnen und Kollegen, deren Qualifikation noch nicht begonnen hat und in Zukunft auch freiwillig bleibt.

Die Konsequenzen für die Schulen sind allerdings sofort spürbar:

  • Die größere fachbezogene Ausbildungsverantwortung bedingt fachbezogen ausgebildete MentorInnen in allen Schulen und Schulstufen, eine Voraussetzung, die von den Schulen insgesamt nicht eingelöst werden kann;
  • Durch die erhöhte fachbezogene Anrechnung ergeben sich an nicht wenigen Schulen, gerade bei Fächern mit geringem Stundenumfang, Überhänge, die „regulierende“ Abordnungen / Versetzungen nach sich ziehen. Damit wird durch die erhöhte Unterrichtsverpflichtung der Referendarin / des Referendars der/die Mentorin versetzt, der/die die Ausbildung realisieren sollte.

Mindestens an dieser Stelle zeigt sich, dass die „Qualitätsentwicklung“ in der LehrerInnenausbildung ein weiteres Kürzungsmodell darstellt. Am LIS nämlich, dessen Ausbildungsleistung eingeschränkt wurde, fallen dieser „Neuordnung“ 20 der 67 Stellen in der Ausbildung zum Opfer.

Der Personalrat hat vor diesem Hintergrund seine Zustimmung zur Änderung der Ausbildung verweigert und die Schlichtung angerufen. Die GEW wird im Rahmen des Beteiligungsverfahrens durch den DGB ihre ablehnende Haltung begründen.

Weitere Maßnahmen erfolgen nach Absprache auf einer Mitgliederversammlung des Stadtverbandes am Mittwoch, den 15. Februar 2006 (s. u.).

Unter der öffentlichkeitswirksamen Parole des „Abbaus von Steuervergünstigungen“ plant die neue Bundesregierung weitere erhebliche Einschnitte bei unseren Einkommen. So soll(en)

  • ein Arbeitszimmer nur noch dann absetzbar sein, wenn es „den Mittelpunkt der beruflichen Betätigung“ bildet;
  • die Kindergeldberechtigung und der Kinderfreibetrag bis zum 25. Lebensjahr begrenzt werden. Dies bedeutet für MitarbeiterInnen des öffentlichen Dienstes den Verlust kinderbezogener Gehaltsbestandteile und der Wegfall der Beihilfeberechtigung von Beamtenkindern ab diesem Zeitpunkt;
  • die Pendlerpauschale erst ab einer Entfernung von 20 km gelten.

Der Hauptvorstand der GEW, insbesondere die Abteilung für Angestellten- und Beamtenpolitik, hat schnell reagiert und Protestschreiben an die zuständigen Bundesminister gesandt. Denen werden auf Landesebene entsprechende Briefe an die Landesminister und –senatoren durch die GEW-Landesverbände sofort folgen.

Im Hinblick auf weitere, massivere Proteste befinden wir uns in Abstimmung zwischen den Landesverbänden. Unmittelbar nach den Weihnachtsferien informieren wir euch über den neuesten Stand.

Schon mal vormerken:

  • Montag, 16. Januar 2006, 19.00 Uhr „Blattlaus“
    Junge GEW
    Treffen der Neueinsteiger
  • Montag, 23. Januar 2006, 16.30 Uhr, GEW-Büro, Deichstr. 70
    Initiative BremerhavenerInnen für Kinder und Jugendliche
  • Mittwoch, 08. Februar 2006, 19.00 Uhr, GEW-Büro, Deichstr. 70
    AK Schulleitungen
  • Mittwoch, 15. Februar 2006, 16.30 Uhr, Kultursaal der Arbeitnehmerkammer, Friedr.-Ebert-Str. 1
    Mitgliederversammlung

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