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| Die folgenden Punkte wurden auf einer ZEB-Sondersitzung für die Beachtung bei den Koalitionsverhandlungen im Mai 07 erarbeitet. Dieses Papier wurde einstimmig beschlossen und veröffentlicht.
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| Präambel:
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| Das derzeitige Schulsystem ist nicht ausreichend auf die Belange der heutigen Gesellschaft ausgerichtet. Wir brauchen eine Neuorientierung. In Bremen hat ein Reformprozess begonnen, aber es bedarf noch erheblicher Anstrengungen und ein Umdenken, um unsere Schulen zu Lernorten werden zu lassen, die ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag so erfüllen , dass sie allen Kindern und Jugendlichen ihre persönliche Entwicklungschance bieten können. Ein längeres gemeinsames Lernen ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. In welcher Form dieser durchgeführt wird (Ganztagsschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium für alle, sukzessiver Ausbau der integrativen schulischen Angebote) ist für uns davon abhängig 1. wie überzeugend die konzeptionelle Planung ist und 2. in wie weit die Ressourcen dafür bereitgestellt werden. Zu einer konzeptionellen Planung gehört eine mittelfristige nachvollziehbare Strategie der Schulentwicklung, Planungssicherheit für die Schulen über eine Legislaturperiode (und über die bisherige Rahmenplanung) hinaus. Notwendig ist weiterhin die kontinuierliche Aus- und Fortbildung der LehrerInnen und Schulleitungen sowie eine Schulstruktur, die auch in Übergangszeiten für Eltern und SchülerInnen erfolgreiche Bildungskarrieren und Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Kinder gewährleistet. Der Ausbau von integrativen Schulformen hat langfristig nur dann eine Chance, wenn alle Bildungsgänge einbezogen werden. Eine weitere unabdingbare Voraussetzung sind ausreichende finanzielle Investitionen, Schulen brauchen Ressourcen, gerade auch in Form von Zeit und Unterstützung.
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| 1. Potenziale ausschöpfen durch individuelle Forderung und Förderung aller Kinder
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| - Wir fordern als ersten Schritt die Rücknahme der Kürzungen der letzten Jahre.
- Wir fordern die Minimierung der Eltern-Nachhilfe durch verbesserte Förderung.
- Die Kürzungen bei der Integration Behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder muss sofort gestoppt werden und kurzfristig weiter ausgebaut werden.
- Wir fordern verbindliche Sprachförderung an KTH und Schule für Kinder mit Sprachdefiziten.
- Für verhaltensauffällige Kinder fordern wir ausreichend fachliche Hilfe vor Ort
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| 2. Voraussetzung für erfolgreiche Schülerkarrieren sind zeitgemäß ausgestattete und gestaltete Schulen
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| - Eine angemessene und an Bildungszielen orientierte Ausstattung ist die Voraussetzung für gute Bildungsabschlüsse. Erforderliche Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionen sind deshalb genauso wichtig wie ausreichende Mittel für Lehr- und Lernmittel.
- Mehr Eigenverantwortung der Schulen ist der richtige Weg. Die zugewiesenen Gelder müssen schulart- und standortgerecht sein. Schulleitungen sind so auszustatten, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden können. Dazu passend muss die Bildungsbehörde zu einem Dienstleistungszentrum neu strukturiert werden.
- Neben qualifizierten LehrerInnen und ErzieherInnen benötigt jede Schule vor Ort Fachkräfte für die psychosoziale Betreuung.
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| 3. Ästhetische Bildung ist ein unverzichtbarer Teil ganzheitlicher Bildung
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| - Die ästhetische Bildung ist für die Entwicklung der Kinder unverzichtbar. Sie ist eine wesentliche Grundlage für die zukünftige Lebens- uns Berufsorientierung. Deshalb sind sie gleichberechtigt zu allen anderen Fächern zu sehen und Unterrichtsausfälle sind nicht zu akzeptieren.
- Auch in den sogenannten Kernfächern müssen ästhetische Elemente in den Unterricht einfließen, dadurch können Akzeptanz und Lernerfolg gestärkt werden.
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| 4. In allen Schularten und in allen Fächern muss altersgemäß die Lebens- und Berufsorientierung im Unterricht berücksichtigt werden
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| - Erkenntnisse aus der Arbeitswelt wie zeitgemäße Methoden, team- und projektorientiertes Lernen sowie die praxisgerechte Anwendung der digitale Medien müssen stärker im Unterricht berücksichtigt werden.
- Während der Schulzeit ist frühe Praxiserfahrung unerlässlich, daher sollten die Schulen Partnerschaften mit Unternehmen und/oder Hochschulen eingehen.
- Die Berufsorientierung muss in den Leitlinien, Schul- und Jahresprogrammen Berücksichtigung finden. Am Ende einer jeden Schulausbildung muss die positive Perspektive für die zukünftige Berufsfähigkeit stehen.
- Die Übergänge sind so zu gestalten, dass Lern- und Leistungsbereitschaft (Unterrichtsmethodik, fachspezifisches Wissen, Leistungsbemessung) und damit auch die Lebens- und Berufsorientierung ohne Brüche abläuft.
- Auch volljährigen SchülerInnen muss der Zugang zur Weiterbildung offen bleiben. Die folgenschweren Kürzungen in der Erwachsenenschule müssen zurückgenommen werden.
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| 5. Flächendeckende Einführung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts
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| - Leistungsstarke Kinder bleiben motiviert und können die Grundschule schneller durchlaufen (keine Störer aus Langeweile, Kinder lernen sehr gut von Kindern).
- Leistungsschwache und behinderte Kinder bleiben durch Erfolgserlebnisse motiviert. Behinderte Kinder können öfter den Anschluss halten und ihre Schullaufbahn in Regelschulen fortsetzen. Unterschiedlichkeit ist „normal“.
- LehrerInnen können sich auf die Individualförderung konzentrieren.
- Der jahrgangsübergreifende Unterricht ist sofort dort umzusetzen, wo er von den externen Evaluatoren empfohlen wurde.
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| 6. Verlässlicher Unterricht statt verlässliche Anwesenheitspflicht
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| - Wir fordern die Verringerung des Unterrichtsausfalls durch eine deutlich bessere Personalausstattung an jeder Schule, um eine kompetente Vertretung zu gewährleisten.
- Wir fordern die sofortige Einstellung fehlender FachlehrerInnen und LehrerInnen.
- Gute Vertretungskonzepte für alle Schulen, Klassen und LehrerInnen müssen erstellt und auch angewendet werden
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| 7. Bildung von Anfang an heißt, KTH, Schulen und Jugendhilfe gehören in die gleiche senatorische Verantwortung
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| - Ein Umdenken ist notwendig: Bildung fängt im Kindergarten an. KTHs benötigen daher zwei pädagogisch ausgebildete Fachkräfte je Gruppe.
- Nur durch eine bessere Zusammenarbeit und ein aufeinander abgestimmtes Bildungsverständnis und abgestimmte Bildungsziele sind flüssige Übergänge zu erzielen.
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| 8. Ausbau der Ganztagsschulen für alle Schularten
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| - Es müssen verbindliche Qualitätsstandards für Ganztagsschulen festgelegt werden. Bestehende Ganztagsschulen müssen entsprechend angepasst werden. Neue Schulen dürfen nur aufgrund dieser Standards eingerichtet werden.
- Ganztagsschulen müssen so gestaltet werden, dass sie für die Kinder und Eltern attraktiv sind und dadurch mehr Akzeptanz finden.
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| 9. Projektorientierter und fächerübergreifender Unterricht - Schüler unterrichten statt Fächer !
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| - Verschiedene Fähigkeiten zur Aufgabenlösung binden Schüler mit unterschiedlichen Kompetenzen ein. So ergeben sich Erfolgserlebnisse außerhalb der üblichen Bewertungsraster. Eine generelle Umsetzung dieser verbindlichen Unterrichtsformen ist deshalb notwendig.
- Vernetzen von Inhalten aus verschiedenen Fächern erleichtert das Lernen und fördert die Nachhaltigkeit der Lerninhalte.
- Sozialkompetenzen der SchülerInnen müssen gefördert werden.
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| 10. Elternkompetenz in die Schule einbinden
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| - Fortbildungsveranstaltungen für Eltern zur Unterstützung der Gremienarbeit an Schulen, in Erziehungsfragen und für eine konstruktive Mitarbeit an den Schulen.
- Elternkompetenzen stärken und für die Schule additiv nutzen.
ZentralElternBeirat Bremen
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