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09/08 "Eine Schule für alle" - was bisher geschah

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Was bisher geschah

Was bisher geschah ...

Im Bremischen Schulgesetz von 1974 gab es den §3, der die Schulstruktur regelte: „Das bremische Schulwesen ist schrittweise zu einem integrierten, in Stufen gegliederten Gesamtsystem zu entwickeln, zu dem der Primarbereich, der Sekundarbereich I und der Sekundarbereich II gehören.“ Im Lichte der heute gültigen Erkenntnisse zu erfolgversprechenden Schulsystemen war dies das letzte Mal in den vergangenen Jahrzehnten, dass Bremen zumindest strukturell eine Spitzenposition einnahm.

Seit dieser Zeit entwickelte sich die Schullandschaft in Bremen nach der Maßgabe der „größten Vielfalt auf engstem Raum“. Jede Koalition wollte zumindest durch ihre schulpolitischen Überlegungen identifizierbar bleiben. Im Ergebnis lösten unterschiedliche Modelle einander ab und die Veränderungsgeschwindigkeit nahm mit dem Resultat zu, dass der Begriff „Reform“ bei den Menschen in den Schulen zumindest keine Zuversicht mehr auslöste.

Wenngleich jede Partei ihr schulpolitisches Experimentierfeld erhielt, so war der Gesamttrend der Entscheidungen eindeutig. Der Geist des Schulgesetzes von 1974 sollte zurückgedrängt werden. Nach außen wurde die Schulstrukturdiskussion verunglimpft – man möge die ideologischen Grabenkämpfe der Vergangenheit beenden. Nach innen wurde eiskalt neu geordnet, u.a. durch die Gründung durchgängiger Gymnasien, die Abschaffung der Orientierungsstufe oder die Beibehaltung isolierter Förderzentren.

Parallel zu dem Vorgehen der politischen Entscheidungsträger („Wir ändern die Struktur, wollen aber nicht, dass ihr darüber redet“) wurde in sachkundigen Kreisen der bildungspolitische Erfolg von Staaten aus unterschiedlichen Gebieten der Erde durchaus auch aus strukturellen Entscheidungen abgeleitet. Die GEW nahm diese Ergebnisse auf und formulierte auf ihrem Bundeskongress 2001 ihre schulpolitischen Positionen. Darin wird „Eine Schule für alle“ als das anzustrebende Ziel der Schulentwicklung ausgewiesen, und zwar inhaltlich wie strukturell.

Seitdem gibt es eine Vielzahl an Initiativen, Netzwerken und Bündnissen in der gesamten Bundesrepublik, die sich der Umsetzung dieser Perspektive verschrieben hat. Derzeit stark im Blick der Öffentlichkeit ist die Initiierung einer Volksgesetzgebung in Hamburg. Ein breites Bündnis versucht dort, direkt per Volksabstimmung das Schulgesetz im Sinne „Einer Schule für alle“ zu ändern.

Bildungspolitiker in Bremen und Bremerhaven sind nach den letzten Wahlen mittlerweile in ein Verfahren der Schulentwicklungsplanung eingetreten. Hier kommt es nun darauf an, bei der für den Frühsommer 2009 vorgesehene Novellierung des Bremischen Schulgesetzes eine Entwicklungsoffenheit zu einem „einsäuligen“ Schulsystem durchzusetzen. Und es geht darum, den Umgestaltungswillen in den politischen Parteien zu stärken.



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Mittwoch, 01. Oktober 2008, 18.00 Uhr
Mitgliederversammlung / Bündnistreffen
„Schulentwicklungsplanung Bremerhaven“ mit dem Dezernenten für Schule und Kultur, Herrn Dr. Paulenz
Ort: „Kultursaal“ der Arbeitnehmerkammer, Friedrich-Ebert-Straße

Montag, 06. Oktober 2008, 15.00 – 18.00 Uhr
Bremischer Gewerkschaftstag
Ort: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstr. 37, Bremen

Dienstag, 07. Oktober 2008, 9.00 – 16.00 Uhr
Bremischer Gewerkschaftstag
Ort: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstr. 38, Bremen

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 10.00 – 16.00 Uhr
NeueinsteigerInnenseminar II (für Fortgeschrittene) „Im Alltag angekommen?!“
Die Veranstaltung richtet sich an KollegInnen, die im Sommer 2007 bzw. zum 01.02.08 eingestellt wurden.
Ort: Sitzungssaal im Gewerkschaftshaus, 4.OG, Hinrich-Schmalfeldt-Str. 31 b

Montag, 10.November 2008, 16.30 Uhr
LehrerInnenausbildung in der Kritik
Diskussion mit AusbildungskoordinatorInnen und MentorInnen über die Ausbildungsbedingungen von ReferendarInnen nach der Neuordnung
Ort: Sitzungssaal im Gewerkschaftshaus, 4. OG, Hinrich-Schmalfeldt-Str. 31 b

Montag, 10. November 2008, 20 Uhr
„Die USA haben gewählt“
Veranstaltung des Vereins „Literatur und Politik“.
Referent: Thomas Greven, FU Berlin
Ort: Aula der Goetheschule, Deichstr.

Mittwoch, 19. November 2008, 16.30 Uhr
BetriebsgruppensprecherInnenversammlung (+ MultiplikatorInnen) / Bündnistreffen „Eine Schule für alle“
Ort: „Kultursaal“ der Arbeitnehmerkammer, Friedrich-Ebert-Straße

Mittwoch, 26. November 2008, 16.00 Uhr
Jubilarsehrung
Ort: Raum „Passat“ in der Strandhalle

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