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Aktuelles StadtverbandsInfo Bremerhaven Stadtverbandsinfoarchiv Brhv Archiv - Stadtverbandsinfo 09/04 - Qualifizierung + GEW-Altersteilzeit | ||||||
| 09/04 - Qualifizierung + GEW-Altersteilzeit | ||||||
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| Qualifizieren statt versorgen | ||||||||||||||||
| Unter dem Motto „Wege zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze“ hat der Stadtverband Bremerhaven der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in die Arbeitnehmerkammer eingeladen und bemerkenswerte Einsichten gewinnen können. Prof. Dr. Felix Rauner vom Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen hat dabei nicht nur seine bundesweit viel beachtete Expertise zur „Schaffung neuer Ausbildungsplätze“ vorgestellt, sondern gleichzeitig Einblicke in eine veränderte Sichtweise zur Reduzierung des Ausbildungsplatzmangels ermöglicht. Die Misere auf dem Ausbildungsplatzmarkt ist nicht mit einem Federstrich zu lösen. Vielmehr müsse zur Ausschöpfung des betrieblichen Ausbildungs-platzpotenzials eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen von der Verbesserung des Übergangs von der allgemeinbildenden Schule in die Arbeitswelt, wobei im letzten Schuljahr der Sekundarstufe 1 pro Woche auch an zwei Tagen im Betrieb und an einem Tag in der Berufsschule gelernt wird, über die Vereinfachung des Prüfungswesens, die Erstellung einer neuen Art von Berufsbildungsplänen für die Qualitätsverbesserung der Ausbildung und Entlastung der Ausbildungs-betriebe, der Förderung von Ausbildungspartnerschaften und -kooperationen zwischen verschiedenen Betrieben und anderen an der Berufsausbildung beteiligten Partnern, die Entwicklung neuer Berufbilder, die weniger starre Grenzen aufweisen und sich gleichzeitig auf die wesentlichen Inhalte von dann weniger Ausbildungsberufen konzentrieren bis hin zur Schaffung einer „Dualen Fachschule“ für die Fort- und Weiterbildung in der Zeit nach dem Abschluss einer Berufausbildung. Die gegenwärtige Ausbildungsplatzkrise wird geprägt doch die Notwendigkeit, immer mehr schulische und damit teure, staatlich finanzierte Vollzeitbildungsmaßnahmen in Schulen ins Leben zu rufen. Das in den letzten Jahren dadurch entstandene Zerrbild von ansteigenden Kosten für die beruflichen Schulen – und damit für die Steuerzahler – bei gleichzeitiger Verringerung der bereitgestellten Mittel für eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung – bedingt durch einen absinkenden Mitteleinsatz für die Berufsausbildung durch die Unternehmen – kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Ziel müsste es sein, die insgesamt verfügbaren Mittel für die Berufsausbildung anders, besser einzusetzen. Eine Umsteuerung ist nach der Einschätzung von Dr. Rauner möglich, nämlich eine Umsteuerung nach dem Motto „Qualifizieren statt versorgen – Innovation statt Subvention“, d.h. weg von einer „Aufbewahrungsmentalität“ in von der betrieblichen Arbeitsrealität abgetrennten Bildungseinrichtungen und hin zu einer Qualifizierung von Jugendlichen unter anzupassenden innovativen Rahmenbedingungen. Grundsätzlich schlägt Dr. Rauner die Umsetzung von Reformmaßnahmen auf regionaler Ebene vor. Auf das Land Bremen oder die Stadt Bremerhaven übertragen könnte dieses bedeuten, dass sich alle an der Berufsausbildung beteiligten Institutionen zusammenfinden, um im Rahmen eines regionalen Berufsbildungsdialogs die konkrete Umsetzung von Einzelmaßnahmen abzusprechen und an einem Strick ziehen. Die dabei zu ergreifenden Maßnahmen sollen sich an den Notwendigkeiten und Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort orientieren, z.B. die Festlegung einer zu erreichenden Ausbildungsquote, die Steigerung der Ausbildungsqualität und die Senkung von Ausbildungskosten bei gleichzeitiger Erhöhung des Nutzens der Berufsausbildung. Das herkömmliche Vorgehen oder gar ein Abwarten nach dem Motto „die geburtenschwachen Jahrgänge werden schon kommen“ – damit auch weniger Ausbildungsplatzbewerberinnen und -bewerber – hilft zukünftig nicht mehr weiter. Die erhaltenen Informationen haben auch bei vielen Anwesenden zu nachdenklichen aber hoffnungsvollen Blicken geführt, um auch als Gewerkschaft „neue Wege“ zu gehen. gez. Jörg Metag | ||||||||||||||||
| GEW startet Altersteilzeitinitiative | ||||||||||||||||
| Auf einer Sitzung interessierter Kolleginnen und Kollegen Anfang September wurde die aktuelle Situation zur Altersteilzeit erörtert. Auf massive Kritik stieß das Vorgehen der Landesregierung, die Regelung für Beamte mit dem 1.2.2004 vollständig auszusetzen und für Angestellte ausschließlich die gesetzlich fixierte Regelung (ab 60 Jahre) noch gelten zu lassen. Die Teilnehmer/innen verständigten sich darauf, in einem ersten Schritt das Interesse bei den KollegInnen an einer Fortsetzung der Teilzeitregelung abzufragen. Die GEW hat dazu mittlerweile entsprechende Schreiben an die Betriebsgruppen geschickt und die KollegInnen der Jahrgänge 1954 und älter gebeten, bei Bedarf eine Rückmeldung an die Geschäftsstelle zu senden. Diesem Info liegen nochmals einige Vordrucke bei. gez. Bernd Winkelmann | ||||||||||||||||
| Präsenzzeiten | ||||||||||||||||
| Die Deputation für Bildung hat für dieses Schuljahr die Schulen aufgefordert, Erfahrungen mit Präsenzzeiten zu sammeln. Für das kommende Schuljahr werden verbindliche Regelungen angestrebt. Die GEW lehnt eine weitere Erhöhung und/oder Verdichtung der Arbeitszeit von KollegInnen wie in der Vergangenheit mit aller Entschiedenheit ab. Die GEW unterstreicht dagegen, dass es in allen Schulen Zusammenkünfte von KollegInnen gibt, die mit „Präsenzen“ verbunden sind. In einer zur Zeit laufenden Abfrage in allen Bremerhavener Schulenversuchen wir ein realistisches Bild der „Schularbeit“ über alle Stufen zu gewinnen. Die ersten Rückmeldungen zeigen ein vielfältiges Bild an Aktivitäten „über den Unterricht“ hinaus. Deutlich belegt wird: Die immer wieder und immer noch vertretene Auffassung von der LehrerInnentätigkeit als der eines Halbtagsjobs hält der Realität in unseren Schulen nicht Stand. Wir werden die Rückmeldungen kurzfristig auswerten und euch dann detailliert informieren. gez. Bernd Winkelmann | ||||||||||||||||
| Termine | ||||||||||||||||
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