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07/03 - Gemeinsame Schule Modellregion

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Gemeinsame Schule in der Modellregion
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Gemeinsame Schule in der Modellregion

Beschluss der Mitgliederversammlung vom 2.07.2003
Gemeinsame Schule in der Modellregion

Mit der Koalitionsvereinbarung für die 16. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft (2003-2007) bekräftigen SPD und CDU auf Landesebene einen bundesweiten Trend. Unter Berufung auf die Ergebnisse der PISA-Studie wird das Gegenteil dessen vereinbart, was erfolgreiche Länder seit Jahren in ihrer Bildungspolitik umsetzen.

Im Hinweis auf die kommunale Zuständigkeit Bremerhavens hinsichtlich ihrer Schulpolitik (*) werden Bewegungsspielräume angedeutet, die wir gemeinsam mit anderen fortschrittlichen Kräften inhaltlich vertreten werden.

Insofern gilt: Die bisher verfolgte Politik des Stadtverbandsvorstandes, BündnispartnerInnen unter dem Motto einer „gemeinsamen Schule“ (vgl. gemeinsame Erklärung SSR, ZEB, GEW) und unter Beachtung des gesamten Bildungswesens („Modellregion“, vgl. Beschluss des DGB Kreises vom 19.04.02) zu gewinnen ist richtig und wird fortgesetzt.

Der Stadtverbandsvorstand wird folglich beauftragt, bis zum Ende der Sommerferien geeignete Aktivitäten mit den o.g. Bündnispartnern zu verabreden, um die gemeinsamen bildungspolitischen Grundsätze als „Gegenmodell“ zur selektiven Bildungspolitik der Großen Koalition in den Wahlkampf einzubringen und die Parteien zu konkreten Aussagen zu zwingen.

Die Grundpositionen der GEW orientieren sich an den bereits zitierten Beschlüssen bzw. Erklärungen.

Als Leitziel ist weiterhin ein integriertes Schulsystem anzusehen, das tatsächlich alle Schüler/innen erfasst und ein möglichst langes gemeinsames Lernen erlaubt.

Dabei sind folgende Forderungen zu berücksichtigen:

  • verpflichtendes kostenloses Kindergartenjahr („O. Klassenstufe“) mit strukturell abgesicherter Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule
  • Sprachlernen für Kinder mit Migrationshintergrund nach dem Prinzip der Erweiterung muttersprachlicher Kompetenzen
  • Moratorium für Organisationsstruktur der Beschulung in Klasse fünf und sechs; Einrichtung eines Ad-hoc-Ausschusses, der unterschiedliche Modelle integrativen Lernens gegenüberstellt; Beschlussfassung nach Konzepterarbeitung gemeinsam mit den Betroffenen
  • eine Ausstattung der Schulen mit einer größeren Zahl von PädagogInnen unterschiedlicher Professionen
  • Fortentwicklung einer Didaktik für integratives Lernen
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ganztagsschulen „mit Konzept“
  • Einbettung der sonderpädagogischen Förderung in das System
  • Wettbewerbsgleichheit zwischen den Schularten muss gesichert werden.

Abschließend sei betont, dass sich eine selektive Bildungspolitik jedenfalls nicht in Bremerhaven auf den „Elternwillen“ berufen kann. Insbesondere der Zentralelternbeirat hat in verschiedenen Veröffentlichungen von der Notwendigkeit „längeren gemeinsamen Lernens“ gesprochen. Gerade die Erfahrungen mit dem gescheiterten Versucht der Einrichtung eines durchgängigen Gymnasiums an der Pestalozzischule II sind ein Beleg für die Akzeptanz des bestehenden Bremerhavener Schulsystems in der Bevölkerung.

Die GEW fordert: Keine Ausnahme von der existierenden „logischen, übersichtlichen und zielgerichteten Schulstruktur“ (Koalitionsvereinbarung, S. 17) dieser Stadt.
_________________________

*) Koalitionsvereinbarung Seite 17:
„Die Koalitionspartner gehen davon aus, dass Magistrat und Stadtverordnetenversammlung entsprechend der Bremerhavener Ausgangslage die hier vereinbarten Maßgaben der äußeren Schulverwaltung für Schulstufen- und –strukturentwicklung grundsätzlich in gleicher Weise umsetzen werden.“

Termine

  • 27. Aug.
    16.00 Uhr
    „Kultursaal“
    MITGLIEDERVERSAMMLUNG
  • 17. Sept.
    10.00 Uhr
    LFI
    NEUEINSTEIGERSEMINAR

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