| „Im Grundsatz hat die GEW recht“,
 |
| | so wird Schuldezernent Prof. Dr. Weiß am 04. Juni in der Nordsee-Zeitung zitiert. Erstmals erkennt der Magistrat damit die Diskrepanz zwischen dem Einstellungsvolumen und dem tatsächlichen Bedarf an neuen Lehrkräften in den Schulen an.
Die GEW wird weiterhin ihre Forderung nach 100 neuen Lehrkräften pro Jahr mit Nachdruck vertreten und versuchen weitere Bündnispartner zu gewinnen.
Eine wesentliche Stärkung hat unser Anliegen durch die Kreisdelegiertenkonferenz des DGB am vergangenen Samstag erfahren. Einstimmig beschlossen die Kolleginnen und Kollegen den unten abgedruckten Antrag und unterstrichen dadurch die Solidarität aller Einzelgewerkschaften.
Die GEW erwartet nun klare Aussagen, insbesondere von Oberbürgermeister Schulz. Der von uns am 12. Mai versandte „Offene Brief“ hat bislang eine Rückmeldung der CDU („Beratung in der nächsten Fraktionssitzung“) und eine Unterstützung in der Sache von den Grünen bewirkt.
Allerdings wird auch der Oberbürgermeister spätestens bei der Gesamtpersonalversammlung aller Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in Bremerhaven am 27. Juni Farbe bekennen müssen.
Wir sehen unsere Forderung, ein Programm speziell für junge Lehrerinnen und Lehrer aufzulegen, die in Bremerhaven ihre Ausbildung beenden und hier weiterarbeiten wollen, als den Grundsatz an, in dem der Dezernent uns recht gibt: Wir brauchen neue Kolleginnen und Kollegen – diese Einsicht muss mit allem Nachdruck in die Tat umgesetzt werden!
| |
|  |
| | Der DGB fordert die politisch Verantwortlichen der Stadt auf, folgende Forderungen auch auf Landesebene durchzusetzen:
- eine zweite Fachkraft für alle KITA-Gruppen einzurichten.
- Jährlich 100 neue Lehrkräfte in der Stadt einzustellen, um einer Pensionierungswelle von 800 Kolleginnen und Kollegen in den nächsten 12 Jahren entgegenzuwirken;
- Erhaltung der Qualität von Weiterbildung durch qualitätsorientierte Finanzierung, langfristige Absicherung von Projekten und Verhinderung von Lohndumping.
Begründung:
Die Kreisdelegiertenkonferenz des DGB Bremerhaven nimmt die Ergebnisse internationaler Schulleistungsuntersuchungen zur Kenntnis. Diese zeigen u.a., dass der schulische Erfolg von Kindern und Jugendlichen in Deutschland stärker vom sozialen Hintergrund abhängig ist als in allen anderen Ländern. Gerade in einer Stadt wie Bremerhaven, in der viele Menschen arbeitslos und/oder arm sind, brauchen Kinder und Jugendliche eine besonders gute Bildung und Erziehung.
| |
|
 |  |  |  |  |  |  |